Neue Gesetze

 und Richtlinien

                                           

 

 

 

Anlagenverordnung AwSV ab August bundesweit einheitlich

Was heißt das für Fachhandwerk und Anlagenbetreiber?

Nach jahrelangem Ringen ging es nun überraschend schnell.

Nachdem der Bundesrat am 31. März 2017 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) zugestimmt hatte, wurde sie bereits an 21. April verkündet und tritt somit zum 1. August 2017 in Kraft.

Für die ÜWG und ihre Mitgliedsunternehmen hat dies einige Änderungen zur Folge. Generell wird durch die AwSV die Anerkennung der bisher baurechtlich anerkannten ÜWG-SHK im Wasserecht erforderlich.

Dank der bereits langfristig begonnenen Vorbereitung auf diesen erwarteten Übergang, ist die ÜWG gut aufgestellt und wird ihre Mitgliedsbetriebe automatisch in die dann wasserrechtlich anerkannte Überwachungsgemeinschaft überführen.

Wichtigste Änderungen:

Mit der AwSV gilt einheitlich in allen Bundesländern eine Fachbetriebspflicht für alle Arbeiten an oberirdischen und unterirdischen Heizölverbraucheranlagen >1.000 Liter.

Die technisch verantwortlichen Betriebsleiter in den Fachbetrieben müssen künftig wiederkehrend alle 2 Jahre an einer anerkannten Schulung teilnehmen. Auch das eingesetzte Personal ist regelmäßig in externen Fortbildungsveranstaltungen zu qualifizieren.

Anerkannter Fachprüfer oder Sachverständige der ÜWG führen die regelmäßig 2-jährig wiederkehrende Überwachung der Fachbetriebe vor Ort in den Unternehmen durch.

Detailliertere Informationen zur AwSV erhalten alle Mitgliedsbetriebe mit unserem neuesten Infodienst,

welcher  in den nächsten Tagen erscheint.

Darauf müssen Anlagenbetreiber achten:

Wer eine Heizölanlage betreibt, ist für deren ordnungsgemäßen Zustand verantwortlich. Das war schon immer so, ist aber in der AwSV noch einmal deutlich hervorgehoben.

Generell müssen nach der neuen Verordnung nun bundeseinheitlich alle unterirdischen Heizölverbraucheranlagen sowie für alle oberirdischen Heizölverbraucheranlagen > 1000 Liter vor Inbetriebnahme durch einen Sachverständigen nach AwSV überprüft werden. Die bisherigen anderslautenden Regelungen in einigen Bundesländern gelten damit nach dem 1. August nicht mehr.

Wird ein Fachbetrieb mit fachbetriebspflichtigen Arbeiten beauftragt, hat dieser dem Anlagenbetreiber seine Fachbetriebseigenschaft unaufgefordert nachzuweisen.

Unterm Strich dient die neue bundesweit einheitliche Anlagenverordnung AwSV der Verbesserung der Anlagensicherheit, dem Schutz der Umwelt und erhöht nicht zuletzt durch klare Anforderungen auch die Handlungssicherheit für das Fachhandwerk und die Anlagenbetreiber – also im privaten Bereich die Heizölkunden. 

 

 Quelle: Überwachungsgemeinschaft des Sanitär Heizung Klima Handwerks

 

 PS. Die Firma G.T.K. ist eine solcher zertifizierter Fachbetrieb

  

 

 

 

 

 Die Neufassung der VDI / DVGW 6023

 

Trinkwasserhygiene in Gebäuden hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Bewohner. Jedes Jahr erkranken nach Schätzungen des Umweltbundesamts allein in Deutschland ca. 30.000 Menschen an einer Lungenentzündung, die durch Legionellen hervorgerufen wird. Infektionsquellen sind häufig Trinkwasser-Installationen, die falsch geplant, ausgeführt oder betrieben werden. Wie die Qualität des Trinkwassers bis hin zur letzten Entnahmestelle gesichert werden kann, zeigt die neue Richtlinie VDI/DVGW 6023.

 

Entscheidend ist: Wasser muss fließen und die richtige Temperatur haben. Kaltes Wasser muss kalt, d. h. unter 25 °C bleiben, das Heißwassersystem darf nirgends kälter als 55 °C sein. Bei Wasser, das länger als 72 Stunden in einer Trinkwasser-Installation stagniert, kann nicht mehr von einem hygienisch einwandfreien Zustand ausgegangen werden. Schlimmer noch: Längere und wiederholte Stagnation in Leitungsteilen kann zu einer Verkeimung der gesamten Trinkwasser-Installation führen, die aufwändige Sanierungsmaßnahmen erforderlich macht. Eine Desinfektion einer einmal verkeimten Trinkwasser-Installation zeigt zumeist keinen nachhaltigen Erfolg, weil die Ursache der Verkeimung im Layout der Anlage oder im nicht bestimmungsgemäßen Betrieb zu suchen ist. Die Verantwortung trägt der Betreiber im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht. Er muss seine Installation und deren Schwachstellen kennen und sicherstellen, dass keine Gefahr für die Nutzer entsteht.

 

Die Bedeutung der Trinkwasser-Installation für gesundes Wohnen und Arbeiten verlangt eine Verständigung unter allen für Planung, Erstellung, Betrieb und Instandhaltung verantwortlichen Partnern – vom Hersteller über den Groß- und Einzelhandel bis hin zum Fachhandwerker und vom Gebäudeeigner oder Vermieter bis hin zum individuellen Mieter. Damit alle Beteiligten die nötigen Kenntnisse haben, legt die Richtlinie VDI/DVGW 6023 eine Schulung fest, in der zielgruppengerecht den Planern, Errichtern und Betreibern das Thema „Trinkwasserhygiene“ nahe gebracht wird. Die Richtlinie gilt für alle Trinkwasser-Installationen auf Grundstücken und in Gebäuden sowie für ähnliche Anlagen, z. B. auf Schiffen, und gibt Hinweise für die Planung, Errichtung, Inbetriebnahme, Nutzung, Betriebsweise und Instandhaltung aller Trinkwasser-Installationen.

 

Herausgeber der Richtlinie VDI/DVGW 6023 "Hygiene in Trinkwasser-Installationen; Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung" ist VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG) in Kooperation mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW)

 

 Andere Länder, andere Installateure.                 Danke für die Überlassung des Fotos: www.thomas-fluegel.de

 

 

 

 

 

 Ab dem 26. September 2015 gilt

 

 

                                                                                                                                                                                                Quelle: www.co2online.de

 

Neues Heizungslabel ab 26. September

Das Energielabel der EU gilt ab Ende September auch für Heizanlagen. Welche Relevanz das Label für Verbraucher hat und welche Informationen das Etikett über Heizungen geben kann, erörtern wir in unserem Themendossier.

Laut Umfragen des Bundesumweltamtes achten rund die Hälfte aller Verbraucher beim Kauf auf die Energieeffizienz eines neuen Gerätes. Auskunft darüber erhalten sie durch das an den Geräten angebrachte Energieeffizienzlabel der Europäischen Kommission. Ab dem 26. September wird das Label nun auch für die meisten Heizungen und Warmwasserbereiter Pflicht. Das Heizungslabel soll Verbrauchern die Kaufentscheidung für klimafreundliche Heizanlagen erleichtern und die Industrie motivieren, energieeffizientere Geräte zu entwickeln.

Was erfahren Verbraucher durch das Heizungslabel?

Auf den ersten Blick unterscheidet sich das in Ampelfarben gestaltete Label wenig von den Etiketten von Kühlschrank und Co: Der Heizung wird eine Effizienzklasse von A++ (sehr effizient) bis G (ineffizient) zugeordnet. Jede Effizienzklasse ist mit einer Farbe auf der Farbskala Grün (A++) bis Rot (G) gepaart. Ab 2019 wird die Bewertungsskala dann auf A+++ bis D angehoben. Zusätzlich geben die weiteren Bestandteile des Labels Aufschluss über die Arbeitsweise einer Heizanlage, zum Beispiel über Heizleistung, den Wirkungsgrad und die Geräuschbelastung durch die Heizung.

Für welche Geräte gilt die Heizlabel-Pflicht?

Die Labelpflicht gilt für neue Geräte bis 70 Kilowatt Wärmeleistung sowie Wasserspeicher bis 500 Liter Fassungsvolumen und umfasst somit alle üblichen Heizungen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Bereits installierte Heizkessel sind erst ab 2016 von der Verordnung betroffen: Ab Januar können Schornsteinfeger, Handwerker oder spezielle Energieberater über 15 Jahre alten Heizungen dann ein Heizlabel ausstellen, bevor dies 2017 zur Pflicht wird. 

                                                                                                                                                                                                                                                Quelle: Text, Autorin Laura Wagner 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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